Was wir von der Motivation eines berühmten Raumschiff Captains lernen können
Der Himmel: Unendliche Weite. Dies ist die Reise deiner Aufmerksamkeit auf der Suche nach neuen Bewusstseinszuständen, um dorthin zu gelangen, wo kein Gedanke zuvor gewesen ist…
Diese zugegebenermaßen etwas adaptierten Worte einer bekannten Weltraum-TV-Serie können ganz gut als Umschreibung dienen für das, was diese einfachste Art von Naturmeditation für eine gewaltige Dimension für uns haben kann. Der Himmel ist grenzenlos und wenn wir in diese Grenzenlosigkeit eintauchen, so können sich tatsächlich alle unsere lärmenden und nervenden Gedanken in dieser Weite verlieren. Und ist es erst einmal still im Kopf, so befinden wir uns tatsächlich schon in einem anderen Bewusstseinszustand: der totalen Präsenz und Wahrnehmung.
Und eigentlich ist es das, was wir Menschen wirklich suchen. Nicht das neue Unbekannte, sondern das Bekannte, das uns unbekannt geworden ist.
Wie uns der Himmel hilft
Der Himmel kann uns tatsächlich gut helfen schnell in diese Weite und Leere zu finden, in der all unsere Sorgen und Ängste im wahrsten Sinne verfliegen. Wir können uns in der Weite im positiven Sinne verlieren uns selbst weiten und die Beengtheit unserer alltäglichen Gedanken in Form von Planungen, Sorgen, Hoffnungen, Wünschen, die uns oftmals fest im Griff haben verlassen.
Wo uns der Himmel hilft
Das schöne am Himmel als Meditationsanker ist, dass er immer da ist, sofern wir uns nicht gerade in einem fensterlosen Raum aufhalten. Egal wo wir uns befinden, ob im 20. Stock eines Hochhauses, beim Stadtbummel in der Innenstadt, beim Geschäftsessen, im Auto, selbst in geschlossenen Gebäuden, wenn wir uns in Meetings befinden, unserer Büroarbeit nachgehen oder eine unserer unzähligen Alltagsaufgaben bewältigen: ein Blick aus dem Fenster auf den Himmel ist fast immer möglich.
Naturmeditation mit dem Himmel – Schritt-für-Schritt
- Suche dir einen Platz, von dem aus du einen möglichst ungehinderten Blick in den Himmel hast. Wenn du in einem Gebäude oder im Auto oder Zug bist, kann das natürlich auch einfach der Blick aus dem Fenster sein. Es geht hier nicht um den perfekten Moment, sondern um das, was dir gerade möglich ist.
- Schaue in den Himmel. Blicke dabei nicht fokussiert auf etwas bestimmtes, sondern entspanne deinen Blick und versuche in der Breite und Tiefe wahrzunehmen.
- Tauche ein und versinke ganz in deiner Wahrnehmung. Lass die Farben, das Licht, die Bewegung, Veränderung des Gesamteindrucks ganz auf dich wirken.
- Hier kommt der vielleicht etwas schwierige Teil: Schweife nicht mit deinen Gedanken ab zu Dingen, die du noch erledigen musst, die du nicht vergessen darfst oder die du noch tun möchtest. Versuche ganz bei der Wahrnehmung zu bleiben. Vermeide auch, deine Wahrnehmung zu bewerten, deinen Eindruck in gut oder schlecht zu einzuteilen. Ein Indikator dass du bewertest ist z. B. wenn du du dir besseres Wetter wünschst, aber auch wenn du dir denkst, dass der Sonnenuntergang heute aber besonders schön ist. All das lenkt dich von der reinen Wahrnehmung ab und bringt dich zurück ins Denken.
- Wenn Wolken vorbeiziehen, kannst du dir vorstellen, wie deine Gedanken mit diesen Wolken fortgetragen werden.
- Verweile in dieser Wahrnehmung, so lange es dir möglich ist oder so lange du willst.
- Beende die Meditation bewusst und nicht einfach aus Langeweile oder Ablenkung.
- Spüre einen Moment nach. Wie geht es dir jetzt? Was hat sich verändert?
Wer schreibt hier?

Ich bin Jan-Soeren,
Im Jahr 2013 habe ich angefangen, mich in Folge einer persönlichen Krise auf meinen Weg zurück zur Natur zu machen und habe festgestellt, dass der Zugang und die Bewusstheit zur Natur, die ich als Kind noch hatte, verloren gegangen war. Durch den Einstieg in die ZEN-Meditation hat sich für mich ein Weg aufgetan, diesen Zugang wieder freizulegen. Später habe ich mich selbst zum Meditationslehrer mit Schwerpunkt Naturmeditation ausbilden lassen. Mein Wunsch ist es, die Schönheit und die Kraft der Natur jedem erlebbar zu machen.